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FEHLERFREI AUF CHACCARA                                                Sosti on Tour_Interview

Max Haunhorst fliegt im Großen Preis von Rulle zum Sieg

von Svenja Dierker


Fehlerfrei blieb Max Haunhorst mit Chaccara und gewann das Springen um den Großen Preis von Rulle. Foto: Foto Rüchel

Wallenhorst. „Die Saison war abnormal“, urteilte der Hagener Max Haunhorst – treffender hätte der jüngste Sieger im Großen „quick-mix“-Preis von Rulle seine letzten Wochen wohl nicht beschreiben können.

Anfang September hatte Haunhorst in München seinen Titel als Deutscher Meister der Junioren verteidigt. Nun gelang ihm mit seinem Top-Pferd Chaccara bei den Ruller Reitertagen abermals eine blitzsaubere und schnelle Runde im Stechen. Ein schöneres Geschenk hätte die Chacco-Blue-Tochter ihrem Reiter, der am Samstag seinen
18. Geburtstag gefeiert hatte, wohl nicht machen können.

48 Starter im Großen Preis

2017 war die Starterfüllung im Großen Preis deutlich unter den Erwartungen geblieben. In diesem Jahr hatten die Veranstalter reagiert und die Prüfung geöffnet, sodass am Sonntagnachmittag 48 Starterpaare auf der Liste standen und den Zuschauern guten Sport boten. Elf Reiter hatten den anspruchsvollen Umlauf des S***-Springens fehlerfrei absolviert und kamen ins Stechen um den mit 10000 Euro dotierten Großen „quick-mix“-Preis von Rulle.

Haunhorst liefert sich schnellste Nullrunde

Nur drei Reitern gelang erneut eine Nullrunde: Haunhorst lieferte in 37,14 Sekunden die schnellste Zeit im Stechen ab. Zweiter wurde Elmar Vinkelau (Legden) mit Montenda W. Auf Platz drei landete der Niederländer Eric ten Cate mit Lacoste. Vorjahressieger Jan Wernke fehlte in diesem Jahr das Glück: Am letzten Hindernis des Umlauf-Parcours kassierte seine ansonsten top springende Stute Queen Mary einen Abwurf.

Gute Stimmung beim „Jump & Run“-Wettbewerb

Trotz sommerlichen Wetters fanden viele Besucher den Weg in die Reithalle. Vor allem am Samstagabend freuten sich die Ruller über ausverkaufte Ränge beim Showprogramm und dem abschließenden „Jump & Run“-Wettbewerb, bei dem ein Reiter einen Parcours zu Pferd überwinden und sein Teamkamerad in die Pedale eines Mountainbikes treten musste. Gute Stimmung war damit garantiert. Unschlagbar schnell war bei dieser Show-Prüfung, bei der es immerhin ein E-Bike zu gewinnen gab, der in Hollage ansässige Karl Brocks junior – er schwang sich quasi schon über dem letzten Sprung aus dem Sattel, um den Staffelstab an seinen Radler Sebastian Bolse zu übergeben – klarer Sieg vor tosendem Publikum.

Brocks gewinnt Kleine Tour

Am Sonntagmorgen ging es zunächst in der Kleinen Tour mit einer Zwei-Phasen-Springprüfung der Klasse S* ums Ganze. Karl Brocks, noch in Siegeslaune vom rasanten Abend zuvor, stand auch hier am Ende ganz vorne. Gesattelt hatte er mit Lissino einen erst siebenjährigen Holsteiner Hengst von Limbus. Rang zwei ging an Steffen Bröckmann (Nordbögge-Lerche), Dritter wurde Frederik Knorren (Würselen). Etwas schade: Mathis Westendarp vom gastgebenden Reitverein Rulle verpasste mit Rang neun knapp eine Platzierung.

Drei Reiter aus Hagen in Regionaler Tour vorn

In der Mittleren Tour siegte Steffen Wiesendahl (Werne) mit Enterprice vor Henry Vaske (Klein Roscharden) und Matthias Janßen (Merzen). Im Finale der Regionalen Tour gelang einzig drei Hagener Reitern ein fehlerfreier Ritt: Sieger wurde hier Niklas Betz (Limbach) mit Landprincess für den Stall Haunhorst. Platz zwei ging an Frederic Troschke vor Max Haunhost.

Lockere Ausschreibung, niedrigerer Eintritt

Die Turnierorganisatoren hatten im Vergleich zu den Vorjahren für die diesjährigen Ruller Reitertage einige Dinge gerändert: Für die Teilnehmer gab es einen neuen Hallenboden und eine gelockerte Ausschreibung, für die Zuschauer geringere Eintrittspreise. „Wir sind mit dem Turnierverlauf sehr zufrieden und freuen uns über zahlreiche positive Rückmeldungen von Reitern, Sponsoren und vor allem auch unseren vielen Helfern“, zog Sportwartin Mechthild Meynert eine positive Bilanz: „Man merkt, dass ein frischer Wind weht.“ Und sie betonte: „Trotz aller Anstrengung hat das Turnier einen Riesenspaß gemacht.“